Verkorkster Tag im Vogtland

Nach dem gewonnenen Heimkampf der letzten Woche wollten die Kämpfer des KFC Leipzig die Euphorie mit in die Playoffs nehmen. Der Hinkampf im Halbfinale fand auswärts im vogtländischen Markneukirchen statt. Mit einer 4:28 Niederlage musste das Team allerdings Lehrgeld zahlen. Mehrere Absagen von Sportlern aus verschiedenen Gründen sowie auch Fehler vom Trainergespann machten diese Niederlage so deutlich.

Im Limit bis 57 kg stellte der AV Germania Markneukirchen keinen Sportler, sodass Adam Bienkowski kampflos die einzigen Punkte des Abends für die Leipziger holte. Demzufolge fand der erste Kampf des Abends zwischen Tom Zymara und den 9 kg schwereren Franz Richter statt. In einer sehr spannenden Begegnung agierte Tom hochmotiviert. Ein lehrbuchreifer Armdrehschwung reichte am Ende dennoch nicht. Der gebürtige Greifswalder verlor mit 5:9. Gebeutelt von der Gewichtsreduktion ging Dominik Sikora in den Kampf. Gegen den beeindruckend starken Valerij Borgoiakov hatte er an diesem Abend keine Chance und musste vorzeitig die technische Niederlage hinnehmen. Den Kampf des Abends aus Leipziger Sicht absolvierte Rene Kirsten. Gegen den Polen Lukasz Dublinowski zeigte er einmal mehr sein Kämpferherz und überraschte mit schönen Aktionen nicht nur seine Teamkameraden sondern auch den Markneukirchner Sportler. Auch wenn der Kampf am Ende mit einer Punktedifferenz von 4 Punkten verloren ging, ist das Auftreten des gelernten Judokas positiv zu bewerten. Der zweite Judoka im KFC-Trikot war Simon Yacoub, der an diesem Abend gegen Roman Walther kämpfte. Im Standkampf war der Kampf ausgeglichen und Simon konnte auch zahlreiche Angriffe vereiteln. Im Boden zeigte sich allerdings die Unterlegenheit, sodass Simon vorzeitig auf Schultern verlor.

Nach der Pause kam es zum Duell der ehemaligen Trainingspartner, Alexander Hast und Johann Steinforth. Nach einem schönen Angriff zum Auftakt konnte Alex gegen die ständigen Angriffe Steinforths nicht mehr Paroli bieten. Er verlor technisch unterlegen. Darios Wedekind zollte der ausfallbedingten Umstellung Tribut und musste im ungeliebten griechisch-römischen Stil ran. Nach kurzer Zeit zeigten sich die technischen Nachteile des Vollblut-Freistilers, wodurch er bereits in der ersten Runde die Niederlage hinnehmen musste. Unser Kapitän Max Stuhr trat an diesem Abend gegen den in Leipzig trainierenden Seyran Simonyan an. Max fand an diesem Abend leider kein geeignetes Mittel seine Stärken durchzusetzen und verlor mit 0:5 technischen Punkten. Trotz zahlreicher Bemühungen die kurzfristigen Absagen noch adäquat zu kompensieren, musste an diesem Kampftag eine Stilart im Mittelgewicht unbesetzt bleiben. Aufgrund eines unglücklichen Fehlers auf der Wiegeliste musste Dominik Picklapp nicht wie gewohnt im freien, sondern im klassischen Ringkampf antreten. Mit einem großen Kämpferherz ging Dominik diese Herausforderung dennoch an und versuchte bis zum Ende den Kampf siegreich zu gestalten. Trotz beachtlicher Bemühungen blieb dies gegen Tim Bitterling erfolglos.

Mit dieser hohen Hinrundenniederlage ist der Finaleinzug in weite Ferne gerückt. Ziel der Leipziger ist es nun im Heimkampf den Sieg zu erringen und vielleicht doch noch das scheinbar Unmögliche möglich zu machen.
Stattfinden wird dieser Kampf wie immer in der „Leppi“ (Leplaystr. 11, Leipzig). Der erste Kampf am 02.12. wird wie immer 19:30 angepfiffen. Wer einmal den Wiegeprozess live miterleben möchte, der sollte sich schon zum Wiegebeginn um 18.45 Uhr in der Halle einfinden.

Seid am kommenden Samstag dabei, wenn das Regionalligateam im Halbfinal-Rückkampf den 6. Heimsieg im 6. Heimkampf erkämpfen möchte!

Die Einzelergebnisse der Kampfpaarungen könnt ihr hier nachlesen:
http://liga-db.de/nvligendb.asp?WCI=Std&FID=1&fem=2&BegegnungsID=54675&SLID=800

Fotos: © Nadine Kublik