Warning: Use of undefined constant UNIQUE - assumed 'UNIQUE' (this will throw an Error in a future version of PHP) in /homepages/40/d41302747/htdocs/wp_kfc/wp-content/plugins/simple-admin-menu-editor/simple-admin-menu-editor.php on line 12

Warning: Use of undefined constant ddsg_language - assumed 'ddsg_language' (this will throw an Error in a future version of PHP) in /homepages/40/d41302747/htdocs/wp_kfc/wp-content/plugins/sitemap-generator/sitemap-generator.php on line 45
Geschichte | KFC Leipzig e.V.

Geschichte

Abriss der Geschichte des Ringkampfes in Leipzig
von Jörg Richter

1867 – 1945

Die Schwerathletik gehört zu den ältesten und traditionreichsten Sportarten in Deutschland. Die erste Erwähnung in Leipzig gab es beim TuS 1867 Leipzig, dem die Ringerriege „Atlas“ angeschlossen war.

Ist dieser Ringerverein der älteste in Deutschland?
Derzeit laufen Bestrebungen, in einem Projekt die Geschichte der Leipziger Ringer zu beleuchten. In Zusammenarbeit mit der Uni Leipzig und dem Sportmuseum Leipzig sollen vor allem die Anfänge dieser Sportart in Leipzig erforscht werden.

1885 wurde der Hamburger Zimmermann Carl Abs in Amerika Ringer- Weltmeister, was zu einem außerordentlichen Aufschwung dieser Sportart in Deutschland führte. Der erste bisher nachgewiesene Deutsche Ringerverein wurde 1897 gegründet (Wandsbecker Athleten- Clubs in Hamburg) 1891 erfolgte die Gründung eines Dachverbandes aller deutschen Kraftsportler. Bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit, 1896 in Athen, erkämpfte der Berliner Carl Schumann eine Goldmedaille und löste eine Blütezeit des proffesionellen Ringkampfes in Deutschland aus. Schon im Jahre 1900 hatte der deutsche Athleten- Verband über 11.000 Mitglieder und war nach den Turnern zweitgrößter deutscher Fachverband.
Mit der Gründung des Kraftsportvereines Eichenkranz ’96 Leipzig etablierte sich der Ringkampfsport in der Messestadt. Doch reine Ringkampfvereine waren es damals nicht, die zur Jahrhundertwende Schwerathletik betrieben. Neben dem Ringkampfsport gehörten auch Gewichtheben, Boxen und Tauziehen zum Repertoire eines Schwerathleten, die damals wie heute sehr allseitig ausgebildet wurden. 1906 folgte die Gründung des Kraftsportvereines Eiche- Nord- Leipzig- Möckern, der 1924 auch eine Frauenriege aufzuweisen hatte. Wann Frauenringkampf in Deutschland populär wurde, darüber kann man streiten. Doch das es 1924 in Leipzig bei Eiche- Nord eine Damenabteilung Ringen gab, dürfte Ringkampffans schon aufhorchen lassen. Schon damals wurde in der Messestadt der Ringkampfsport nicht ausschließlich als Männerdomäne angesehen, zudem es nach dem 1. Weltkrieg einen großen Mangel an männlichen Athleten gab.

Bei einem ‚Wettstreit‘ im Leipziger Volkshaus, der 1925 im Ringen, Boxen und Stemmen ausgetragen wurde, meldeten 314 Athleten, darunter 172 Ringer. Die Ringkämpfer aus dem Bezirk Leipzig stammten aus folgenden Vereinen:
Eichenkranz ’96 Leipzig, Adler Leipzig Wahren, Vilja Leipzig, Alemannia Leipzig, Felsen- Mitte Leipzig, Vorwärts Leipzig, Sophia Leipzig, Einigkeit Leipzig, SV Jugendkraft Leipzig- Kleinzschocher, aber auch von Adler Markranstädt, Adler Brandis, und aus Schkeuditz. Die erfolgreichsten Ringer kamen in den dreißigern Jahren von Eichenkranz 96 Leipzig.
Otto Schönitz (Fliegengewicht), H. Hittner (Bantamgewicht), Reinh. Günsel (Federgewicht) oder Fr. Müller (Leichtmittelgewicht) sind hier die am häufigsten genanntesten. Auch Fritz Zschau (Federgewicht) und Artur Schaaf (Leichtgewicht), von Adler Leipzig- Wahren sind häufig in den Siegerlisten zu finden. Artur Zschau verstarb 1925 als 22- jähriger, wobei der junge Ringer bereits als Sportnavigator für seinen Verein Adler Wahren tätig war.

Als Funktionär taucht vor allem Reinhard Ronneburger (1. Vorsitzender des KV Eichenkranz) in den Schriften der Anfangsjahre des vergangenen Jahrhunderts immer wieder auf. Als Kreissportwart vertrat er die Vereine Leipzigs- und Umgebung beim Bundes- Athletenverband, der Leipziger Paul Mehlhofe, fungierte als Bezirksvorsitzender (Deutschland- einschließlich Ostpreusen und Schlesien waren zu Beginn des vergangenen Jahrhundert’s in 18 Kreise eingeteilt, welche sich aus mehreren Sportbezirken zusammensetzte).

Reichstreffen der ,Alten Athleten‘
Schon in den dreißiger Jahren schlosen sich die ,Alten Athleten‘ zu verschiedenen Vereinigungen zusammen. Beim ersten Reichstreffen der ,Alten Athleten Deutschlands und Österreichs‘ in München, waren Vertretungen aus Wien, Mannheim, Nürnberg, Berlin, Stuttgart, Ludwigshafen, Hamburg, Breslau, Kaltental, Leipzig und vom Gastgeber München anwesend. In Leipzig hieß die Vereinigung ,ALA‘ (Alte Leipziger Athleten), deren Präsident Spfr. Jänicke war. Schriftführer und Protokollführer des 1. Reichstreffen war der Leipziger Kurt Schulz, der auch der Geschäftsleitung angehörte.
Wer Mitglied werden wollte, musste damals 15 Jahre dem Athletensport angehört haben. Leipzig bewarb sich gemeinsam mit Köln und Essen um die Austragung des 2. Reichstreffen. Die Messestadt wurde einstimmig gewählt.

Wo Freunde sich finden – in Not und Tod verbinden, wo Sportsgeist und Erinnerung walten, da sind die Alten Den Alten zu Freuden des Lebens ein Mittel und Hort! Den Jungen ein Vorbild der Liebe und Treue zum Sport ! –

1932 trafen sich die Alten Athleten zum 2. Reichstreffen in Leipzig. OBM Dr. Goerdeler selbst hatte das Protkoll über die Veranstaltung übernommen. Ein Zeichen dafür, welches Ansehen die Schwerathleten schon damals in der Messestadt besaßen. Der Begrüßungsabend fand im Hotel ,Bardenhaus‘ dem Sitz der ,ALA‘ statt. Die Sportwettkämpfe wurden im
Zoo (Kongresshalle) ausgetragen, wo es im neben Gewichtheben auch zu Ringkämpfen kam.


Hier ein Bild von der Verurteilung Dr. Goerderlers durch die Nazis. Der Leipziger OBM wurde später hingerichtet. Ein Denkmal im Stadtzentrum errinnert an den aufrechten Leipziger Bürgermeister.

1945 – 1989

Nach den Wirren des 2. Weltkrieges wurde es ruhiger im Leipziger Ringkampfsport. Motor Polygraph- Ost Leipzig, kurz MPO, vertrat die Messestadt in der DDR- Liga, die ab 1954 die Kämpfe um die DDR- Mannschaftsmeisterschaften aufnahm. Viele Vereine wurden umbenannt, neue Namen wie Motor Schönefeld, Lok Leipzig- Mitte, Traktor Großlehna, DHfK, SC Lok Leipzig oder Vorwärts Leipzig tauchten in den Siegerlisten auf. Den Anfang machten Athleten wie Kasel, Gotter, Neumann, Klein, Neufang, die zwischen 1954 und 1957 noch im Jugendbereich DDR- Meisterschaftsmedaillen gewannen und später internationale Maßstäbe setzen konnten. Rothert (DHfK), Thorun, Franke, Wiechmann, Müller, Thoms (alle SC Lok Leipzig/ vorher Lok Mitte) Geske (für Vorwärts)gewannen im Männerbereich viele DDR- Meisterschaftsmedaillen der 60-iger Jahre. Auch Heinz Günsel muss hier genannt werden, der viel für den Aufbau des Leipziger Ringkampfsportes getan hat. Ihm ist das alljährliche Nachwuchsturnier im Juli gewidmet, das auch seinen Namen trägt. 1959 wurde der SV Dynamo Leipzig gegründet, der bald zu den besten Kaderschmieden der DDR gehören sollte. Auf viele bekannte Namen stößt man beim Durchstöbern der Chroniken, so soll an dieser Stelle als Beispiel die Statistik der Bezirksmeisterschaft von 1955 aufgelistet werden. Polygraph und Lok Mitte dominierten. In der Sporthalle Heinrichstraße kämpften über 100 Ringer um Bezirksmeistertitel. In fast allen Gewichtsklassen gab es technisch schöne Kämpfe mit guten Griffkombinationen zu sehen, wobei Leichtgewichtler dominierten. Bezirksmeister wurden:

Jugend
bis 40 kg: Mädler (Akt. Wintersdorf); 43 kg: Klein (Mot. Pol. Ost); 47 kg: Klober (Akt. Böhlen); 51 kg: Heinrich (MPO); 56 kg: Scheiblich (Mot. Taucha); 61 kg: Geuthe; 66 kg: Backhaus; 72 kg: Franke (alle Lok Mitte); 78 kg: Brandes (Akt. Böhlen)

Senioren
52 kg: Rothert (DHfK); 57 kg Koch (MPO); 62 kg Brösicke (DHfK); 67 kg Mittler (Lok Mitte); 73 kg Buchholz; 79 kg Ortlepp (beide MPO); 87 kg Eidam (Akt. Wintersdorf); über 87 Haferkorn (Mot. Taucha).

Im gleichen Jahr belegten bei den DDR- Meisterschaften Wolfgang Brösicke den 3. Platz und Horst Rothert (beide DHfK) den 4. Rang. Günter Jülke (MPO) wurde fünfter. Alle drei Athleten wurden vom DDR- Trainerrat in die Kernmannschaft aufgenommen, die sich auf die Qualifikation zu den Ausscheidungskämpfen mit der BRD für die Weltmeisterschaft in Karlsruhe vorbereitet. Doch für die Verantwortlichen des DDR- Ringerverbandes hatte das Mannschaftsringen keinen Status. Vorrangig wollte man mit Einzelwettkämpfen die Ringer für Internationale Begegnungen vorbereiten und sie bei Internationalen Meisterschaften in den Medaillenrängen sehen. Adolf Franke, Horst Stottmeister, Wolfgang Nitschke oder Jürgen Hähnel – um nur einige zu nennen, schafften den Sprung. Sie kämpften in ihrer erfolgreichsten Zeit für den SC Leipzig, der 1963 gegründet wurde und damals auch Leichtathleten und Fußballer beheimatete. Der spätere DDR- Vorzeigclub entstand aus der Fusion von Rotation und SC Lok Leipzig. In dieser wohl erfolgreichsten Zeit des Leipziger Ringkampfsportes wurden eine große Anzahl internationaler Titel und Medaillen in die Messestadt geholt. Noch heute zehrt man von diesen Erfolgen. Gastronom Horst Stottmeister hat sich auch nicht allzu weit von den Ringermatten entfernt, tritt als Sponsor des KFC Leipzig auf und versäumt kaum einen Spitzenkampf der Leipziger Bundesligisten.

Neuere Geschichte der Leipziger Ringer
Größte Höhepunkte waren das jährliche Werner-Selenbinden Pokalturnier / Grand Prix, die Junioren-
Europameisterschaft 1982, oder die Europameisterschaft 1985.

Geschichte des Großen Preises
1952 wird das Turnier zu Ehren des Ringers Werner Seelenbinder vom Verein Motor Polygraph Ost und dem
Ringerbezirkesfachausschuss Leipzig im nationalen Rahmen ins Leben gerufen.
Von 1953 – 1956 finden die Wettkämpfe im nationalen Rahmen zunehmende Beteiligung.
1957 wird das Turnier als internationale Großveranstaltung in Berlin ausgetragen und 1958 mit vielen ausländischen Gästen wiederholt.

Ab 1959 – 1960 ist es wieder in Leipzig. Die Anzahl der Teilnehmer steigt. Das erfordert große
Anstrengungen der Organisatoren. Austragungsort ist die Leipziger Kongresshalle.
Seit 1961 werden die Kämpfe in der neuerbauten Ernst- Grube- Halle der DHfK mit 1.000 Ringern auf
10 Matten ausgetragen.

1962 kommt das Internationale Gedenkturnier zu Ehren Werner Seelenbinders in den FILA Wettkampfkalender.


Die Ernst- Grube- Halle der DHfK 1962 – damals wurde auf 6 Matten gerungen

1963 steht das Turnier unter dem Motto „Für Frieden und Völkerfreundschaft“. Eine große
Anzahl von Ringern ist in den Wettkampflisten eingetragen, darunter 140 ausländische Teilnehmer.

1965 – 1976 wird der Beschluss gefasst, dass Turnier auf ein höheres Niveau zu heben. Die Anzahl der
Teilnehmer wird auf 300 begrenzt.

1977 kommt das Turnier letztmalig in der Sporthalle Leplaystraße zur Austragung, denn die neuerbaute Messehalle 7 auf dem jetzigen alte Messegelände ist für Messe-, Kultur, und Sportveranstaltungen vorgesehen.

1978 ziehen die Ringer in die neue Messehalle ein. In Leipzig finden in dieser Zeit im Auftrage der FILA Untersuchungen, Tests, Proben neuer Wettkampfregeln und inhaltsreiche Kampfrichterlehrgänge während der Turniere statt.

1982 erhält der DRV der DDR mit seinen Organisatoren den Zuschlag der FILA, die Junioren- Europameisterschaft
(JEM) durchzuführen. Der Leipziger Heiko Geffke holt im Superschwergewicht (FR) Silber, Uwe Hemmann wird
im Leichtgewicht (GR) Dritter.

Nochmals ruft Leipzig die Ringer der Welt in den 1983 und 1984. Die besten Ringer aus vier Kontinenten
reisen an. Die FILA kontrolliert und spendet Lob für die Organisation. Dieses Turnier wird zur Probe für die
Europameisterschaften, die 1985 an Leipzig vergeben werden.

1985: Die Europameisterschaften der Männer im Freistil; das große Ereigniss für Leipzig. Jubel für
einen Leipziger Ringer: Lutz Remus wird Europameister.

Von 1986 bis 1989 findet das Turnier wieder regelmäßig in beiden Stilarten (übrigens an
3 Tagen) in Leipzig statt.

1989 wird das Turnier zum 30. Male ausgetragen und erhält den Status eines FILA- Turniers. Damit endet die
Geschichte der internationalen Werner- Seelenbinder- Turniere.

1990 muss das Turnier, begründet durch die Wende, abgesagt werden. Mit der deutschen Einheit kommt es auch zur
Vereinigung der beiden Ringerverbände. Der gegründete Ringer- Verband Sachsen wünscht die Weiterführung
der FILA- A- Turniere im Osten. Dem Wunsch wurde in Regensburg 1990 entsprochen. Von nun an hat das älteste
FILA- Turnier seinen Fortbestand. Unter dem Namen „Großer Preis der Bundesrepublik Deutschland“ wird es in
Leipzig durchgeführt.

1992 trifft sich die Weltelite auf den Matten in Leipzig in der Sporthalle Brüderstarße, allerdings nur in
der Stilart Freier Ringkampf.

1993 freut sich Leipzig erneut auf den Großen Preis. 20 Nationen sind angereist und werden vom Präsidenten
Herrmann Schwindling begrüßt. Zum 32. Male kann das FILA- A- Turnier ausgetragen werden.

1994 wird es aus finanziellen Gründen nach Wiesental verlegt.

1995 ist der Große Preis wieder in Leipzig. Atlanta steht vor der Tür und in dieser Hinsicht wird eine
Standortbestimmung für die Weltmeisterschaften vorgenommen.

1996 steht der Große Preis im Zeichen der Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele in Atlanta.

1997 fällt er nochmals aus.

Von 1998 bis 1999 ist der Große Preis wieder in Leipzig um sich für 2000 zu empfehlen.
Der Große Preis 1998 wird zum Testturnier der FILA. Regelveränderungen im Sinne der
Attraktivitätssteigerung der Ringerveranstaltungen, der Überschaubarkeit für Zuschauer und Medien und
der Handlungsinitiative der Aktiven werden überprüft. Natürlich dient der Große Preis zur
Standortbestimmung für die Olympischen Spiele 2000 in Sidney. Das die FILA an die Organisatoren des Großen
Preises eines der fünf Olympiaqualifikationsturniere vergeben hat, verpflichtet. In der Ernst- Grube- Halle der
jetzigen Sportfakultät der Universität Leipzig kämpfen auf drei Matten die Ringer der Welt um den Sieg.

Im Jahre 2000 wird der Große Preis bereits im Februar und zugleich als Qualifikation ausgetragen. Das hatte
zur Folge, dass weit über 50 Nationen an diesem hochdotierten Wettkampf teilnahmen, der zu einem großen
Erfolg für die Leipziger Organisatoren wurde.

Beim Großen Preis der BRD 2001 wurden organisatorisch neue Wege beschritten, der Wettkampf sollte sich
finanziell selbst tragen. Auch das Org.- Team wurde maßgeblich verjüngt, neue Technik genutzt.

Dieser Weg sollte auch 2002 fortgesetzt werden, zudem sich Leipzig im Hinblick auf die Olympiabewerbung 2012
auch mit dem Großen Preis der BRD empfehlen möchte.

Der Grand Prix wird in diesem Jahr der letzte große Showdown vor den Olympischen Spielen in Athen sein. Viele
Verbände werden das Turnier in der Messestadt zu einer letzten Standortbestimmung nutzen.

DRB- Präsident Helmut Pauli sieht auch Möglichkeiten für eine erneute Bewerbung Deutschlands/ Leipzig
für die WM 2007.

und somit geht es weiter mit der Ringergeschichte
Lutz Remus wurde in der Messehalle 7 von 4500 euphorischen Fans Europameister auf heimischen Matten – ein
unvergesslicher Augenblick für alle, die 185 dabei waren.

Doch auch 3 Jahre vorher, 1982 gab es bei der Juniorenweltmeisterschaft in Leipzig große Erfolge zu feiern.
Heiko Geffke wurde im Superschwergewicht Vizeweltmeister im Freistil, Uwe Hemmann konnte im Leichtgewicht
einen Dritten Platz (GR) feiern.

Die DDR Nationalmannschaft der Junioren von 1982 mit den Leipzigern Franz Smolawa (2.v.l. stehend),
Heiko Geffke (4.v.l. stehend) und Torsten Wagner (2.v.r. stehend).

Neben dem Ex- Europameister von 1985 waren Torsten Wagner, Heiko Geffke, Uwe Mauksch oder André Backhaus
die erfolgreichsten Leipziger Ringer der jüngeren DDR Geschichte. André Backhaus (Markneukirchen) und
Torsten Wagner (Mömbris- Königshofen) sind noch heute in der 1. Bundesliga aktiv. Doch auch Namen
wie Uwe Mauksch, Roberto Hünisch, Andreas Buchhorn, Torsten Weidner oder Franz Smolawa sollten hier
stellvertretend für viele gute Ringer aus der Messestadt genannt werden.
Torsten Wagner holte 1986 mit dem Vizeweltmeistertitel den letzten großen Erfolg in die Messestadt.
Mannschaftskämpfe/ DDR- Ligen

Während sich die DDR Sportclubs nur einmal jährlich zu einem Turnier der Meisterklasse trafen, bei dem sie in
Mannschaftsform den Meistertitel auskämpften, nahmen die sogenannten Betriebssportgemeinschaften (BSG) am
laufenden Wettkampfbetrieb der DDR Oberliga und Gruppenliga teil. Hier vertrat die BSG Traktor Taucha
die Leipziger Farben im Oberhaus und zählte viele Jahre zu den stärksten Ringerteams der DDR.
MPO Leipzig, Lok Ost Leipzig und DHfK Leipzig schafften zeitweilig den Sprung in die DDR Liga, konnzen sich bis
auf MPO nicht lange in dieser Klasse etablieren.

1990
Groß war der Aderlass nach der politischen Wende in Deutschland auch beim SC Leipzig, viele Ringer zog es in den
Westen, dennoch kämpfte man in der 1. Bundesliga ums sportliche Überleben. Nach dem Absturz bis in die
Regionalliga fing sich der 1994 neugegründete KFC Leipzig und schaffte mit einer Mischung aus eigenen
Nachwuchsringern und gestandenen Athleten den Durchmarsch zurück in die 1. Bundesliga. Hier schlug sich das
junge Team um die beiden Trainer Uwe Neumeister (Freistil) und Jürgen Hähnel (Greco)wacker, doch ohne
ausländische Spitzenringer ist in der deutschen Eliteliga eben kein Blumetopf zu gewinnen. Nach der Saison
2002/ 2003 entschied sich das Präsidium, die 1. Mannschaft als Tabellenneunten freiwillig in Liga II
absteigen zu lassen. Dort soll sich vor allem finanziell saniert werden, wobei auf jeglichen Ausländereinsatz
verzichtet wurde.

Im vergangenen Jahr belegte der KFC Leipzig in der 2. Bundesliga Ost den 4. Platz, wobei besonders die Derbys
gegen den AC Taucha im Vordergrund standen. Beide Duelle konnte der KFC Leipzig für sich entscheiden.
Stolz ist man in Ringerkreisen vor allem auf die Entwicklung des Nachwuchsstützpunktes. Unter der bewährten
Trainerarbeit der beiden Ex- Europameister Lutz Remus und Jürgen Hähnel nehmen junge Sportler aus vielen
sächsischen Vereinen nationale und internationale Medaillen ins Visir.

Eine Datenbank mit allen Siegern der DDR Meisterschaften von 1949 – 1989 (viele Jahre bis zum 6. Platz) kann
vom Autor dieses Berichtes zum Preis von € 20,00 als Diskette angefordert werden. Notwendig ist dafür
MS Excel ’97 und höher.
Kommentar des Autors:
Ringergeschichte in Sachsen, alte Traditionen werden erforscht, das Interesse ist groß. Wie war das damals, wie
haben unsere Vorfahren gerungen, wie kam der Ringkampf nach Deutschland? Leider gibt es nicht sehr viele
bekannte Aufzeichnungen, doch bin ich bestrebt, alles zusammenzutragen um die traditionsreiche Leipziger
Ringergeschichte besser zu beleuchten und zugänglich zu machen.
Doch das ist eine riesige Arbeit, die gemeinsam mit dem Sportmuseum Leipzig und der Uni/ Sportgeschichte
bewältigt werden soll.
Ziel ist eine Dokumentation/ Ausstellung und die Erstellung einer Datenbank mit möglichst vielen Namen
und Ereignissen sächsischer- und Leipziger Ringer. Für weitere Informationen, Bilder, Urkunden
u.a. aus der Ringergeschichte Leipzigs und Sachsens, würde ich mich sehr freuen
Jörg Richter
Tel.: 0341/ 91 28 366
E- Mail: info@sachsenringer.de